Moderne Wasseraufbereitungssysteme können verschiedene Aspekte der Wasserqualität beeinflussen, darunter auch den pH-Wert. Beim Einsatz von Wasserfiltern ist es wichtig zu verstehen, wie diese Geräte die chemische Zusammensetzung des Trinkwassers verändern können. Verschiedene Filtertechniken wirken sich unterschiedlich auf den pH-Wert aus, was sich sowohl auf den Geschmack als auch auf die gesundheitlichen Vorteile des Wassers auswirken kann. Untersuchen wir den Zusammenhang zwischen Wasseraufbereitungsanlagen und dem pH-Wert unseres Trinkwassers.
Was ist der pH-Wert und warum ist er für Trinkwasser wichtig?
Der pH-Wert ist ein Maß für den Säuregehalt einer Flüssigkeit, einschließlich Wasser. Die Skala reicht von 0 bis 14, wobei 7 neutral ist. Werte unter 7 weisen auf saures Wasser hin, während Werte über 7 auf basisches (alkalisches) Wasser hinweisen. In den Niederlanden liegt der empfohlene pH-Bereich für Trinkwasser im Allgemeinen zwischen 7 und 8,5 , was leicht alkalisch ist.
Ein ausgeglichener pH-Wert im Trinkwasser ist aus mehreren Gründen wichtig. Erstens beeinflusst der pH-Wert direkt den Geschmack des Wassers. Zu saures Wasser kann einen scharfen, metallischen Geschmack haben, während zu alkalisches Wasser oft bitter und seifig schmeckt. Darüber hinaus spielt der pH-Wert eine Rolle bei der Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln im Wasser und kann die Aufnahme bestimmter Mineralien durch den Körper beeinflussen.
Darüber hinaus kann der pH-Wert des Trinkwassers Rohre und Geräte in Ihrem Haus beeinträchtigen. Wasser mit einem niedrigen pH-Wert (sauer) kann Korrosion in Metallrohren verursachen, wodurch Metalle wie Blei und Kupfer ins Trinkwasser gelangen. Umgekehrt kann Wasser mit einem hohen pH-Wert (basisch) Kalkablagerungen in Rohren und Geräten verursachen.
Welche Arten von Wasserreinigern verändern den pH-Wert am stärksten?
Nicht alle Wasserfiltersysteme haben den gleichen Einfluss auf den pH-Wert des Trinkwassers. Manche Systeme können den pH-Wert deutlich verändern, andere haben kaum Auswirkungen. Hier finden Sie eine Übersicht über die gängigsten Wasseraufbereitungssysteme und ihre Auswirkungen auf den pH-Wert:
- Umkehrosmoseanlagen : Diese Anlagen, wie unsere The Source, entfernen durch eine semipermeable Membran bis zu 99 % der unerwünschten Stoffe aus dem Wasser. Umkehrosmose kann den pH-Wert des Wassers leicht senken und es dadurch etwas saurer machen. Dies liegt daran, dass bei diesem Prozess Karbonate und Bikarbonate entfernt werden, die normalerweise als Puffer gegen pH-Änderungen wirken.
- Ionenaustauscher : Diese Systeme, die häufig in Wasserenthärtern verwendet werden, ersetzen Calcium- und Magnesiumionen durch Natriumionen. Je nach Art des verwendeten Harzes können Ionenaustauscher den pH-Wert erhöhen oder senken.
- Alkalische Filter : Diese Filter sind speziell dafür konzipiert, den pH-Wert des Wassers zu erhöhen und es alkalischer zu machen. Sie enthalten oft Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Kalium, die den pH-Wert auf 8-10 erhöhen können.
- Aktivkohlefilter : Diese Filter haben im Allgemeinen wenig bis gar keine Auswirkungen auf den pH-Wert des Wassers, da sie sich hauptsächlich auf die Entfernung von Chlor, organischen Stoffen und einigen Schwermetallen konzentrieren.
Bei der Auswahl eines Wasserfiltersystems ist es wichtig, die gewünschte Wirkung auf den pH-Wert Ihres Trinkwassers sowie andere Faktoren wie die Entfernung bestimmter Verunreinigungen zu berücksichtigen.
Kann ein zu hoher oder zu niedriger pH-Wert gesundheitsschädlich sein?
Der pH-Wert des Trinkwassers kann tatsächlich unsere Gesundheit beeinträchtigen, obwohl der Körper über leistungsstarke Puffersysteme verfügt, um den pH-Wert unseres Blutes zu regulieren. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, wenn es um extreme pH-Werte im Trinkwasser geht.
Wasser mit einem zu niedrigen pH-Wert (unter 6,5) kann Augen, Haut und Schleimhäute reizen. Darüber hinaus kann saures Wasser Metalle aus Rohren lösen, was zu erhöhten Konzentrationen von Schadstoffen wie Blei und Kupfer im Trinkwasser führt. Langfristiger Konsum von stark saurem Wasser kann potenziell zu Mineralstoffverlust im Körper beitragen.
Andererseits kann Wasser mit einem zu hohen pH-Wert (über 8,5) einen bitteren Geschmack und ein seifiges Gefühl haben. Dies kann auch zu einer verminderten Wirksamkeit der Chlordesinfektion führen, was die mikrobiologische Sicherheit des Wassers beeinträchtigen kann. Stark alkalisches Wasser kann möglicherweise die Aufnahme bestimmter Medikamente beeinträchtigen und bei empfindlichen Personen Magenverstimmungen verursachen.
Der optimale pH-Wert für Trinkwasser liegt zwischen 7 und 8,5 und ist somit leicht alkalisch. Dieser Bereich gilt als unbedenklich für den Verzehr und schmeckt im Allgemeinen angenehm. Wenn Sie sich über den pH-Wert Ihres Trinkwassers nicht sicher sind, können Sie ihn einfach mit einem TDS-Messgerät testen, das von verschiedenen Anbietern, unter anderem von PureAqua, erhältlich ist.
Für die meisten Menschen stellt der pH-Wert des Trinkwassers kein direktes Gesundheitsrisiko dar, es sei denn, er ist extrem hoch oder niedrig. Der Geschmack und die Auswirkungen auf Haushaltsgeräte sind oft wichtigere Überlegungen.
Wenn Sie sich Sorgen um den pH-Wert Ihres Trinkwassers machen, sollten Sie ihn testen lassen. Anhand der Ergebnisse können Sie entscheiden, ob ein Wasseraufbereitungssystem erforderlich ist und welches System am besten zu Ihrer spezifischen Situation und Ihren Vorlieben passt.